Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 16.05.2019

Alle reden vom Elektroauto, aber was ist mit Wasserstoff?

Zum Thema Wasserstoff hatten die Bündnis 90/Die Grünen Weil am Rhein die Ingenieurin und technische Leiterin der Geschäftseinheit Deutschand  Irene  Knauber von  Energiedienst Rheinfelden eingeladen. Energiedienst hat jüngst in einem Leuchtturmprojekt eine Wasserstoffelektrolyse am Kraftwerk Wyhlen aufgebaut. Aber warum nun Wasserstoff, wenn in Zukunft die Elektromotoren mit Strom aus Batterien angetrieben werden sollen?

Die Energiewende, so Knauber, sieht als Ziel eine Senkung des Primärenergieverbrauchs bis 2030 um 32,5 % gegenüber 2007 vor. Die Treibhausgasemissionen sollen dadurch erheblich gesenkt werden. Deutschland setzt auf die Elektromobilität. Dies macht Sinn in Wohngebieten, wo die Bürger ihre Autos selber aufladen können. Öffentliche Ladestationen bedingen jedoch erheblichen Netzaufbau. Brennstoffzellenautos erreichen eine hohe Reichweite mit kurzen Betankungszeiten. Wasserstoff dient als Speichermedium, die Zelle erzeugt Strom und der E-Motor sorgt für den Antrieb. Dabei entsteht nur Wasserdampf. Mit überschüssigen Strom aus Wasser, Sonne oder Wind kann Wasserstoff produziert, der gelagert werden oder in das Gasnetz eingespeist werden kann. Bezogen auf die Automobilität müssten aber mehr Tankstellen geschaffen werden. Das Publikum war sich mit der Referentin einig, dass diesbezüglich Nachholbedarf besteht, ist doch die nächste Tankstelle erst in Freiburg. Auch werden Brennstoffzellenautos hauptsächlich in China und Japan gebaut. Deutschland scheint die Vermarktung einer zukunftsweisenden Technologie zu verschlafen. Schließlich wurde von Knauber angemerkt, dass die Kandertalbahn auch mit einer Wasserstoff-Brennzelle betrieben werden kann. Dies würde enorme Kosten sparen, da die Strecke nicht elektrifiziert werden müsste. Am Ende der Veranstaltung waren alle Teilnehmer überzeugt, dass verstärkt Lobbyarbeit für den Wasserstoff gemacht werden müsste, damit eine weitere Alternative bei der Energiewende zur Verfügung steht.

Presseerklärung, 15.04.2019

Grüner Stammtisch zum ökologischen Fußabdruck

Seit dem letzten Jahr laden die Weiler Grünen regelmäßig zu einem Grünenstammtisch ein. Dabei werden auch ökologische Themen diskutiert. Beim gut besuchten Grünenstammtisch erläuterte nun die Chemikerin Dr. Ulla Letinois im Hotel und Restaurant Axion in Haltingen das Konzept des ökologischen Fußabdrucks. „Wichtig ist vor allen Dingen, dass der Lebenszyklus des gesamten Produkts von der Herstellung,Verwendung bis zur Entsorgung betrachtet werden muss“, so Letinois. Die Berechnung erfolgt mit CO2 Äquivalenten. Sie regte daher an, wenn möglich keine Einwegbecher zu nutzen. Allerdings ist der CO2 Abdruck des nicht getrunkenen Kaffees höher als der Einwegbecher. Mit der Bahn zu fahren ist die bessere Alternative anstatt das Auto oder das Flugzeug zu nehmen. Selbst bei ihrem täglichen Weg zur Arbeit hat sie berechnet, dass sie mit dem Auto die vierfache CO2 Produktion bewirkt als mit dem ÖPNV . Wenn Sie allerdings mit dem Fahrrad nach Basel fährt, ist die C02 Belastung kaum erwähnenswert. Bei einer Firmenreise von Basel nach Berlin zeigt der Unterschied von Zug und Flugzeug noch drastischer. So wird mit dem Flugzeug 9 mal mehr CO2 emittiert als mit dem Zug. Der Flug ergäbe ein CO2 Äquivalent von 360 kg.

Ein Baum nimmt ca. 9-27kg CO2 pro Jahr auf.

Auch ist es ein Irrglaube, dass nur  Veganer einen günstigeren Fußabdruck haben, denn rein vegane Ernährung braucht auch mehr Fläche. Es kommt auf eine ausgewogene Ernährung an. Regionaler Bezug der Waren, da kurze Wege, sowie jahreszeitlicher Konsum von Obst und Gemüse schützen unser Klima.

In der anschließenden Diskussion wurde klar, dass jeder etwas tun kann, um durch seine Lebensart zur Reduzierung der Klimaerwärmung beizutragen.

Foto: Ulla Letionis im Gespräch mit dem 2.Vorsitzenden der Weiler Grünen Gilles Satomis